
Thomas Heinemann-Hildner im Gespräch über Kirche, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Höhr-Grenzhausen
Zu einem ökumenischen Austausch traf sich Thomas Heinemann-Hildner, Direktkandidat im Wahlkreis 10, mit Pfarrerin Christ und Pfarrer Manickathan im Pfarrhaus in Höhr-Grenzhausen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand eines seiner politischen Schwerpunktthemen: das Verhältnis von Kirche, Religion und Staat sowie die Frage, wie kirchliche Orte auch künftig als Räume für Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt wirken können.
Der Austausch wurde von allen Beteiligten als sehr wertvoll empfunden. Besprochen wurden unter anderem die Gebäudeentwicklungspläne der katholischen und evangelischen Gemeinden. Themen waren eine erweiterte und gemeinsame Nutzung kirchlicher Räume ebenso wie mögliche Verkäufe und neue Nutzungskonzepte. Einigkeit bestand darin, dass die „Kirche im Dorf“ weit mehr ist als ein Ort für Gottesdienste – sie ist Treffpunkt, Anlaufstelle und Raum für Gemeinschaft.
Ein wichtiges Thema waren zudem die insgesamt 19 Kindertagesstätten in kirchlicher Trägerschaft im Gebiet der beiden Gemeinden und ihre große Bedeutung für Familien und Bildung vor Ort.
Darüber hinaus ging es um gemeinsame Perspektiven für den Religionsunterricht, Fragen der Trauerbegleitung im Zusammenhang mit dem neuen Bestattungsgesetz sowie um die künftige Finanzierung kirchlicher Arbeit und alternative Modelle. Besonders bereichernd waren die Einblicke von Pfarrer Manickathan, der aus seinem Heimatland von gelebter religiöser Vielfalt und praktischen Erfahrungen im interreligiösen Miteinander berichtete. Diese Offenheit und Vielfalt prägen auch das Wirken beider Seelsorger:innen vor Ort.
„Kirchen sind für viele Menschen Heimat, Begegnungsort und sozialer Anker – unabhängig von Konfession oder Religiosität. Mir ist wichtig, dass wir diese Orte stärken und gemeinsam neue Wege finden, wie Kirche, Zivilgesellschaft und Politik Verantwortung übernehmen können. Die christlichen Werte von Nächstenliebe, Solidarität und Bewahrung der Schöpfung haben viele Schnittmengen mit grüner Politik“, so Heinemann-Hildner.
Zum Abschluss waren sich alle Beteiligten einig: Die christlichen Werte sind ein wichtiger Teil unserer gesellschaftlichen Identität – und die Gemeinsamkeiten zwischen kirchlichem Engagement und nachhaltiger, sozialer Politik sind groß.
